Gendergerechte Sprache

28.01.21 | pulsenoize INSIGHTS

Wir nutzen sie nicht. Und werden es auch nicht.

Und nein: Nicht, weil wir alle mitmeinen. Sondern weil wir die Sprache so nutzen wollen, wie sie ist. Weil wir es dem Leser einfach machen wollen. Weil unser Fokus auf Inhalt liegt.

Der Aufschrei der Befürworter gendergerechter Sprache ist jetzt an dieser Stelle groß. Wissen wir. Verstehen wir.

Wir sehen Eure Perspektive. Verstehen sie vollkommen. Wir sehen unseren Auftrag nur an anderer Stelle.

Diskriminierung, Ausgrenzung, Übervorteilung und Rassismus finden täglich statt.
Das verurteilen wir. Auch wenn wir uns selbst nicht immer davon frei machen können. Als weiße Deutsche sind wir einfach privilegiert. Als Unternehmer noch dazu.

Da merkt man manchmal auf seinem hohen Ross nicht, dass man in die Falle getappt ist. Wir arbeiten dran.

Das ist ein Mindshift. Ein Perspektivwechsel. Ein Umdenken.

Das passiert durch Austausch. Durch Sprache. Und vor allem durch Gehaltvolles, was das Gehirn bereichert. Durch Erlebnisse.

Es führen viele Wege nach Rom. Der Weg hin zu Gleichberechtigung und Augenhöhe führt über Quoten, gendergerechte Sprache, Inhalt, Diskussion, Qualität und Ergebnisorientierung. Und sicher noch über vieles andere.

Wir nehmen uns die Freiheit raus nicht bei allen Maßnahmen mitzumischen. Wir sind nicht so drauf, dass wir glauben, dass es nur funktioniert, wenn es konsequent und konsistent in allen Perspektiven durchgezogen werden muss.

Jeder hat auch hier die Freiheit sich zu entscheiden.

Wir haben unseren Job auf eine Perspektive ausgerichtet, die für uns im Kontext Unternehmen Sinn macht: Inhalt und Ergebnisorientierung.

Wir haben uns sehr ausgiebig mit dem Thema auseinandergesetzt. Sei Dir da sicher.
Wir sagen nicht: Gendergerechte Sprache solltest Du lassen. Wir vermuten, Du machst da einen guten Job. Wir sagen nur: Wir gehen Deinen Weg nicht mit, weil wir einen anderen gehen.

Wir glauben, dass Maßnahmen sich von Ursachen ableiten sollen.
Genderungerechte Sprache ist keine Ursache für Diskriminierung. Sie ist ein Symptom.

Die Arbeit an Symptomen ist wichtig um Aufmerksamkeit und Sensibilität für das Thema zu schaffen. Ohne das wird es vermutlich nicht gut funktionieren. Vielen Dank dafür!

Wir glauben, dass Diskriminierung Historie hat, Gewohnheit und schräges Gedankengut. Vieles davon finden wir in anderen Baustellen in Unternehmen wieder.

Unsere Mission ist es, dass wir an dieser Wunde dran sind. Wir wollen damit den Mindshift unterstützen.

Jeder trägt bei dem Thema Verantwortung. Wir nehmen unsere ernst. Unser Ziel ist es an dieser Stelle konsequent und konsistent zu sein.

TEXT: Katharina Stapel